Das Dienstagsding, diesmal: Wuscheliger Winterschlaf.

Drolliges Donnerwetter, das war eine Nacht, was? Es kommt mir vor, als hätte ich über drei Monate geschlafen. Das ist natürlich doppelt Quatsch. Käme es vor mir, dann läge es ja nicht zurück, und wie einer es schaffen will, sich über einem Monat (oder gar mehreren!) zur Ruhe zu betten, ist mir ein Rätsel. Ein Monat ist doch keine Hülsenfrucht, und außerdem bin ich ja gar keine Prinzessin. So.

So oder so ist plötzlich März und der meteorologische Frühlingsanfang ist bereits an der heimischen Klimazone vorbeigeflitzt, dass einem der Fahrtwind die Haare zerzauste. „Frühlingsstürme“ nennt das die Menschin. Sie sitzt den halben Tag vor dem Computer und vernichtet (Frühlings-)Türme von Schokoladenweihnachtsmännern. Das wiederum nennt sie „Vorbereitung für Ostern“. Ich fragte sie, ob man da nicht eher Eier anmalen solle oder Hasen verstecken oder so. Sie sagte, wenn ich weiter ihren Ernährungsstil kritisiere, würde sie mich so gut verstecken, dass ich mich selbst nicht mehr fände. Das fand ich durchaus überzeugend und mich entsprechend damit ab.

Was ich aber eigentlich sagen wollte. Ich habe einen neuen Kumpel, mal wieder, und zwar einen blauen, blütigen Kaktus, der weder spricht noch sticht. Ein großartiger, kleiner, artiger Kerl, den ich euch unbedingt vorstellen muss:

Kaktus

Ja, ich weiß, er hat auf dem Bild die Augen zu, aber da war nix zu machen. Dafür hat er die Blüten offen, das ist doch auch mal was. Da er außerdem keinen Namen hat, nenne ich ihn Nlk (namenloser Kaktus). Zugegeben, anfangs ist die Aussprache etwas schwierig, aber nach dem dritten Caipi lässt sich das lösen. Generell lösen sich nach drei Caipis viele Dinge in Wohlgefallen oder wenigstens im Nebel auf. Aber ich gleite ab.
Nlk und ich trafen uns bei einem Junggesellinnenabschied zum ersten Mal. Ich kam zufällig des Weges, als er von einer Horde kreischender Damen mit abwesender Alkoholverträglichkeits-Selbsteinschätzungs-Kompetenz durch die Gegend getragen wurde. Sie hatten tatsächlich vor, den wehrlosen Nlk an den erstbesten dahergelaufenen Menschen zu verkaufen! Mit dem Ziel, den Erlös in zusätzliche Destillate umzuwandeln! Sapperlot, dachte ich da, und verhalf ihm zur Flucht. Es gelang uns knapp. Nach drei Tagen in der Wildnis verließen wir unsere Deckung, kehrten zur Menschin zurück und sie päppelte ihn auf. Das muss man ihr lassen – für gehäkelte Kakteen hat sie ein Händchen.
Jetzt gehen wir ab und zu gemeinsam einen trinken und reißen Frauen auf. Das war jedenfalls der Plan, bevor ich in den Winterschlaf gefallen bin. Hoffentlich passiert das nicht so schnell wieder. Ich werde berichten … aber erstmal ist Mittagsruhe. Denn in der Ruhe gärt der Saft! Hochhut kommt vor im All. Also immer schön die Beine vom Tellerrand baumeln lassen, liebe Freunde. Das X findet euch letztlich auch ohne GPS.

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