Harken können nur die Starken.

Freund(e) des fließend warmen Wassers, ich muss euch etwas erzählen.

[Hierbei könnt ihr selbst wählen, ob ich noch immer irrigerweise davon ausgehe, dass ihr diesen Blogeintrag mindestens paarweise lest – und dabei am Ende noch fummelt oder (noch schlimmer) Popcorn esst – oder aber ob ich euch für derart majestätisch halte, dass mir diese Anrede für Eure Hoheit als einzig richtige erscheint. Wobei man das ja dann großschreiben müsste. Ach, ein Elend.]

Jedenfalls, worauf ich eigentlich hinauswollte: Heute Morgen ist es geschehen. Heute Morgen! Es muss zwischen 7 und 9 Uhr gewesen sein, die Sonne stand noch längst nicht im Zenit, als meine Menschin gerade aus dem Bett gekullert war und mittelmäßig gelaunt durch die Wohnung schlurfte. Ich trat auf den Balkon, um eine zu rauchen den Tag zu begrüßen, und da sah ich es: Linda hing durch! Bzw. eher herunter. Sie schien ganz geknickt, kaum mehr seufzend, eher schon gänzlich hinweggeschieden. Ich trat mit meinem ganzen Charme an sie heran: „Na holdes Blümchen, neues Parfümchen?“

Verendung

… doch es war vergeblich. Linda war bereits auf die große Blumenwiese übergesiedelt, auf der es keine Staunässe mehr gibt. Seufz.
Soweit erstmal ok. Dinge passieren. Das X schwebt stetig über allem. Aber dann! Ich schaute an mir herab, bewunderte kurz die zeitlose hugo’sche Schönheit und rummste anschließend mit meinem Blick direkt in vier gelbe, sehnsüchtige Äugelein:

Fünününü

Das ist wie mit diesen Küken, die quietscheflauschig aus dem Ei ploppen – wen die dann sehen, der hat erstmal keine Chance mehr. Also gucken mich diese kleinen Purzelchen an, als wäre ich der geborene Sonnenblumenpapa. Räusper. Das war prima. Ich erkläre hiermit also meine Karriere als Journalist vorerst für aufgeschoben [die führende deutsche Zeitung muss warten], denn ich werde erstmal Gärtner.
Das ist doch auch schön! Der Gärtner begeht immer die Morde, und wenn es nix zu morden gibt, so schleppt er wenigstens die attraktive Hausbesitzerin [wahlweise das Zimmermädchen] ab. Und wenn es weder das eine noch das andere gibt, dann kann er sich daran ergötzen, Dinge ein-, aus- und umzugraben und neues Leben zu erschaffen und altes auf den Kompost zu kloppen. Jawoll! Da bin ich dabei. Wenigstens bis morgen. Oder bis mich einer aus diesem blöden Balkonkasten rauslässt. Immerhin hat man hier gutes WLAN [Wurst lacht anfangs niemals? Wichtel leben angehend nostalgisch? Wuppertal lässt alle niesen?].

Worauf ich aber eigentlich hinauswollte. Wie nennt man vier Sonnenblumenwaisenkinder? Ich muss ja wissen, was ich in den Hof rausbrülle, wenn ich die Kleinen demnächst vom Spielen heimholen will, weil es Mittag gibt. Und was essen Sonnenblumenwaisenkinder eigentlich zu Mittag?

Aber gut, ich verzettel mich hier. Vergesst niemals in der dunkelsten Stunde eurer seelischen Verflechtungen: Das X steht für Gefahr! Und Chili riecht gar nicht mal nach sooo viel.

Chyly

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